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16.10.2017 erstellt von: Wolf-Ulrich Schlösser


Endlich: Fahrradmitnahme im ICE der DB macht Fernreisen einfacher und stressärmer

Fahrradmitnahme TGV (2009)

Was bei anderen Bahngesellschaften wie dem Nightjet der ÖBB, dem mittlerweile wieder verkehrenden Locomore oder dem TGV in Frankreich auf Fernstrecken schon länger möglich ist, führt die DBAG nun auch auf ausgewählten Verbindungen mit dem Winterfahrplan 2017 ein - die Fahrradmitnahme in Fernzügen.
Der Test bei der Reiseauskunft für Fahrten ab Dezember brachte es an den Tag: Von Fulda aus ist nach Hamburg, Stuttgart oder München ein- bis dreimal pro Tag die Mitnahme der Räder möglich. Endlich sind so Radreisen in andere als die hessischen Gefilde möglich.


Bisher war die Fahrt zur Nord- oder Ostsee oder in den Süden meist eine Odyssee. Bei vielfachem Umsteigen war ein Genießen des ersten Urlaubstags eigentlich unmöglich. Treppab und treppauf mit Gepäck oder enge Fahrstühle, hohe Einstiege oder Verspätungen der Züge trugen auch nicht gerade zu einem Wohlfühlklima bei.
Nach wie vor sind die Verbindungen in den Osten mit Rad leider doppelt so lang wie die ohne Rad. Zum Beispiel dauert in Richtung Dresden eine Fahrt zwischen 6 und 7 Stunden wenn man das Rad mitnehmen will, im Vergleich zu 3:22 Stunden ohne Fahrrad.
„Das ist eine gute Nachricht für alle Radfahrer. Dafür hat der ADFC jahrelang gekämpft. Wir freuen uns, dass sich Fahrrad und Zug nun auch in ICE kombinieren lassen“ sagte Ulrich Syberg, ADFC-Bundesvorsitzender.
Bereits im Oktober 2011 hatte es ein Spitzengespräch zwischen Syberg und dem Vorsitzenden des Vorstandes der DB Dr. Rüdiger Grube gegeben. Dabei hatten Vertreter von DB und ADFC vereinbart, im Rahmen einer Mobilitätspartnerschaft intensiver zusammenzuarbeiten und die kombinierte Nutzung der beiden Verkehrsmittel zu fördern, um so den Umweltverbund zu stärken.
Acht Stellplätze pro Zug, pro ICE 4 Fahrradabstellplätze.
Der jahrelange Druck des ADFC hat zum Erfolg geführt: Im neuen ICE 4 können Bahnreisende erstmals ihr Fahrrad mitnehmen. Die neue Zuggeneration soll jeweils acht Fahrrädern Platz bieten. Auf die Qualität der Stellplätze hatte der ADFC allerdings keinen Einfluss.
„Mit der Fahrradmitnahme im ICE hat der ADFC ein langjähriges Ziel erreicht. Natürlich sind acht Stellplätze auf lange Sicht nicht ausreichend und die Qualität der Stellplätze lässt sich sicherlich noch verbessern, aber wir sind froh, dass die Bahn mit dem ICE 4 diesen Schritt gegangen ist. Der ADFC wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Fahrrad und Zug sich zukünftig noch besser ergänzen“, sagte der ADFC-Bundesvorsitzende.


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