Breitbild Abendsonne am Florenberg
21.07.2016 erstellt von: Johannes Steinhauser


Zum UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel (17.7.2016 - Rückblick)

Gruppenbild Kranichstein

Auf einer ADFC-Radtour innerhalb weniger Stunden einen weltgeschichtlichen Abriss zu schaffen, bei Adam und Eva beginnen, über eine Pyramide, 40 Mio. Jahre innerhalb weniger Hundert Meter erwandern und zum Abschluss im Jahre 1900 ankommen? Wie und vor allem wo kann man so etwas innerhalb weniger Stunden erleben? Das konnten wir uns nicht so recht vorstellen.
Daher machten sich insgesamt 26 Fahrradfahrer mit dem Zug – eher als gewohnt – auf nach Frankfurt Süd.


Messel - Schiefer Nahaufnahme

Dort verließen wir auf kurzem Wege Frankfurt, um in den Stadtwald zu kommen. Und tatsächlich erspähten wir in der Nähe der Bansamühle bei Neu-Isenburg die geschnitzten Holzfiguren „Adam und Eva“. Bei dem Gut Neuhof steht die Stangenpyramide, die aus 456 Rundhölzern besteht. Mittig durch diese Holzpyramide verläuft eine Sichtachse, an deren Ende der Betrachter einen spektakulären Blick auf die Hochhäuser Frankfurts – und bei herrlicher Sicht auch auf den Taunus - hat. Durch Dreieichenhain, vorbei an der Burg Hayn erreichten wir den Anlass und Höhepunkt der Tour, die Grube Messel, eine der 3 deutschen UNESCO Weltnaturerbestätten, einen ehemaligen kreisrunden Ölschiefer-Tagebau. In einer einstündigen Führung erhielten wir Einblick in die Entstehungszeit (vor ca. 40 Mio. Jahren) der Grube. Hier wurden viele tolle Fossilien, wie z. B. ein 4 m langes Krokodil und über 60 Urpferdchen, aber auch Fische, Reptilien, Blätter und Insekten, gefunden. Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder weiter zu unserem nächsten Ziel, der Stadt Darmstadt. Bei herrlichem Wetter hatten wir jetzt nach der Führung auch Zeit, eine kurze Pause am Jagdschloss Kranichstein einzulegen. Nächster Stopp war auf der Rosenhöhe, auf der im Jahre 1810 ein Landschaftspark mit einer großen, vielfältigen Rosensammlung angelegt wurde. In wie vielen Farben und Farbkombinationen hier alles prächtig blühte und duftete! Vorbei an dem Großen Woog, einem großen Naturfreibad im Herzen Darmstadts, erreichten wir schließlich die Mathildenhöhe mit der Künstlerkolonie von 1901, der Russischen Kapelle, dem Platanenhain und dem Wahrzeichen, dem 48 m hohen Hochzeitsturm, nach seinem Aussehen auch „Fünffingerturm“ genannt. Auch ein Abstecher zum Hundertwasserhaus, Waldspirale genannt, kurz nach dem Tode Friedensreich Hundertwassers (+2000) erbaut, durfte nicht fehlen. Nach einem kurzen Besuch im Prinz - Georg - Garten und einer kleinen Stärkung fuhren wir erfüllt von den vielen Eindrücken des langen, aber dafür eigentlich viel zu kurzen Tages mit dem Zug vom Bahnhof Darmstadt abends wieder nach Fulda zurück.
Dir, liebe Steffi, ganz vielen Dank für diese ganz besondere geschichtliche Tour in Hessens so spannenden Süd-Westen!




Bildergalerie

Messel - Blick in die GrubeMessel - Auf dem Weg - Blick zurückMessel - Gruppenbild an der StangenpyramideMessel - Orthodoxe Kirche in DarmstadtMessel - Schloss Kranichstein

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