Breitbild Abendsonne am Florenberg
22.06.2016 erstellt von: Johannes Steinhauser


Von Schloss Philippsruhe zu den Wasserbüffeln bei Erlensee (1.5.2016 - Rückblick)

Philippsruhe Rückblick - Gruppe vor Walonischer Kirche in Hanau

Mit Zug fuhren 16 Fahrradfahrer nach Hanau, wo noch ein Teilnehmer wartete und sich unserer Gruppe anschloss. In der Gebrüder – Grimm – Stadt Hanau zeigte uns Steffi Karl, dass durch die planmäßige Bombardierung am 19.3.1945 die Innenstadt fast komplett zerstört wurde, allerdings sich noch einige sehr sehenswerte Juwelen befinden. So führte uns das erste (Zwischen-)Ziel zur Wallonisch-Niederländischen Kirche. Diese Doppelkirche war auch Ziel des Bombardements, so dass heute in dem wiederaufgebauten, niederländischen Kirchenteil Gottesdienste gefeiert werden können. Von dem wallonischen Kirchenteil blieben die Seitenwände als Mahnmal stehen.


Schloss Philippsruhe (Hanau)

Anschließend ging es zum weiter zum Gebrüder - Grimm – Denkmal. Dieses befindet sich auf dem Marktplatz vor dem Neustädter Rathaus. Am Schloß Philippsruhe, einem der bedeutendsten Kultur- und Baudenkmäler Hessens, hatten wir genug Zeit, den weitläufigen Schloßpark zu entdecken. Dieser befindet sich direkt am Main, in den kurz vorher die Kinzig mündet. Das Wetter spielte mit und wir konnten kurzfristig noch einen Ausflug zum Schloß Wilhelmsbad unternehmen. Hier konnte jeder das weitläufige Gelände mit dem historischen Karussell, der Pyramide, den Wasserläufen erkunden oder die Zeit zu einem ersten Picknick nutzen. Anschließend ging es wieder in die Innenstadt zum Goldschmiedehaus. Das Deutsche Goldschmiedehaus am Altstädter Markt gehört zu den historisch bedeutendsten Bauten der Hanauer Altstadt und diente zunächst als Rathaus, heute gehört es zu den bedeutendsten Ausstellungszentren der Gold- und Silberschmiedekunst in Deutschland. Direkt dahinter steht die Marienkirche. 1698 war hier Friedrich Grimm, Urgroßvater der Brüder Grimm, dritter Pfarrer an der damals reformierten Marienkirche. 1706 hatte er die erste Pfarrstelle an der Hanauer Marienkirche inne. Mit dieser Position wurde er zugleich Inspektor der reformierten Kirchengemeinden der Grafschaft Hanau-Münzenberg, was dem Rang eines reformierten Landesbischofs gleichkommt.
Nun hatten wir Hanau gründlich erkundet und die Route führte uns durch ein ehemals zusammenhängendes Waldgebiet, der Bulau, im Nordosten Hanaus. Sie ist ein sehr naturbelassener Wald am Unterlauf der Kinzig und aufgrund des Artenreichtums in weiten Teilen FFH-Schutzgebiet. Außerdem finden sich in der Bulau gut erhaltene Abschnitte des Obergermanisch-Raetischen Limes. Dort gab es einige Halte, um von dem massenhaft wuchernden Bärlauch genug Vorräte zum Kochen mitnehmen zu können.
Entlang der Kinzig gelangten wir zu den Grundmauern eines römischen Bades des Kastells Rückingen bei Erlensees. Hinter Erlensee waren wir schon aufgeregt, ob wir wirklich die von Steffi angekündigten Wasserbüffel im Naturschutzgebiet Weideswiesen-Obertwald zu sehen bekämen. Und tatsächlich: Sie waren wirklich schon auf den feuchten Wiesen und nicht mehr im Stall. Steffi macht auch dieses möglich!!
An einem ehemaligen Baggersee , nahe dem Zusammenfluß von der Gründau in die Kinzig, genossen wir den herrlichen Tag und beobachteten einige Surfer bei den Gleitversuchen über das Wasser. Am Schloß Langenselbold vorbei erreichten wir den ehemaligen (2007-2013), geographischen Mittelpunkt der EU im Naturschutzgebiet Meerholz. Von hier war es dann nicht mehr weit bis zum Bahnhof Gelnhausen, von wo es mit dem Zug wieder zurück nach Fulda ging.
Vielen Dank für die schöne Tour mit den vielen, tollen Höhenpunkten – die meisten diesmal im flachen Lande!!
J. Steinhauser




Bildergalerie

Philippsruhe Rückblick - Goldschmiedehaus HanauPhilippsruhe Rückblick - Rathaus HanauPhilippsruhe Rückblick - Wasserbüffel bei ErlenseeSchloss Wilhelmsbad - Staatspark

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