Breitbild Gehilfersbergtour 2017
04.08.2015 erstellt von: Johannes Steinhauser


Grenzradtour - 25 Jahre Deutsche Einheit (21.6.2015 - Rückblick)

DDR-Grenzpfahl Point Alpha

- Eine Kooperation des ADFC Fulda und der Hessischen Staatskanzlei - Rückblick
An dem recht kühlen Sommerwochenende des 20./21. Juni 2015 machten sich 14 Radlerinnen und Radler aus der ganzen Republik auf, die ehemalige innerdeutsche Grenze zu erkunden. Mit der Rhön-Bahn und dem Rhön-Rad-Express ging es hinauf auf die Wasserkuppe, wo zuerst eine Besichtigung des Radoms - ein ehemaliger Horchposten der US-amerikanischen und später deutschen Streitkräfte - stattfand.


DDR-Grenzwachturm

Hier konnte man mehr über die Geschichte der Bebauung und des Flugbetriebes der Wasserkuppe erfahren und war beim anschließenden Außenrundgang am Radom dem Himmel ein kleines Stückchen näher. Der Weg führte dann rasant bergab vorbei an der Fulda-Quelle zum Roten Moor, das mit seiner einzigartigen Flora und Fauna beeindruckte. Die Lange Rhön bot einmalige Ausblicke und machte somit als "Land der offenen Fernen" ihrem Namen alle Ehre. Vom Schwarzen Moor war es dann nicht mehr weit zum ehemaligen Grenzturm am Dreiländereck bei Birx. Ab hier verlief die Radroute mal in Hessen und mal in Thüringen. Über Frankenheim ging es ins Ulstertal nach Hilders und Tann und von dort schließlich zum Etappenziel "Zur Pferdetränke" nach Schleid. Am nächsten Morgen starteten die Tourteilnehmer nach einem deftigen Frühstück zum kräftezehrenden Aufstieg zur Gedenkstätte Point Alpha. An der sogenannten Fuldaer Lücke war eine der wichtigsten Beobachtungsstationen der US-Streitkräfte in Europa. Auf dem ehemaligen Kolonnenweg sind seit einigen Jahren die Skulpturen des bekannten Künstlers Ulrich Barnickel zu sehen, die die Politik der ehemaligen DDR und die Passionsgeschichte in einen interessanten Zusammenhang brachten. Auch die bewegte Geschichte der Buchenmühle im Tal der Taft zeigte die damalige Willkür und Unberechenbarkeit an der deutsch-deutschen Grenze. Über Wenigentaft und Pferdsdorf war die Ulster nun wieder ständiger Begleiter bis zum Anstieg vor Vacha. In Vacha selbst führte die Brücke der Einheit über die Werra, die ehemals in einigen Abschnitten auch Grenzfluss zwischen der DDR und Bundesrepublik war und auch heute noch zwischen Hessen und Thüringen ist. Die Werra geleitete dann die Gruppe über Philippsthal und Heringen durch das Land der weißen Berge auf einem Holzbohlenpfad durch ein schilfbewachsenes Feuchtgebiet nach Dankmarshausen. Bei Kleinensee und Großensee gab es noch ein Stück der Grenzmauer mit dem Streckmetallzaun und den schwarz-rot-gelbgoldenen Grenzsäulen der ehemaligen DDR zu sehen. Nicht nur dort, sondern auf der gesamten Strecke waren schön gestaltete Infotafeln mit interessantem Inhalt aufgestellt. Das Naturschutzgebiet Rhäden mit seiner Vogelbeobachtungsstation war krönender Abschluss der Grenzradtour. Vom Bahnhof Wildeck-Obersuhl ging es dann mit dem Zug zurück nach Fulda.


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