Breitbild Wasserkuppe in den Wolken Winter 2014
30.08.2018 erstellt von: Wolf-Ulrich Schlösser


Ablösung des bekannten Radroutenplaners Hessen durch die überarbeitete Variante (ab 1.9.2018)

Logo Radroutenplaner Hessen

Nun ist es soweit: Die IVM GmbH hat uns informiert, dass der Radroutenplaner Hessen in der alten Form ab dem 1. September 2018 abgeschaltet und nicht mehr weiter zur Verfügung stehen wird.
Der Planer im neuen Design ist seit seiner Freischaltung im Frühjahr verbessert worden und ermöglicht wie der Alte nun auch die Festlegung von Zwischenpunkten (auch in ungeordneter Reihenfolge), die Auswahl, Steigungen oder Treppen zu vermeiden oder Radwege zu bevorzugen.
Unsere zu Beginn geäußerte Kritik am Beispiel der Route von Fulda nach Neuhof ist verbessert, die Routenfindung funktioniert und mittlerweile werden die den Einheimischen bekannten Wege gefunden. Eine Veränderung an den Optionen führt nicht mehr zu Verlängerungen und unnötigen Umwegen. Die ivm GmbH hat nachgebessert!


Noch kurz vor der Abschaltung angestellte Vergleiche zwischen der alten und der neuen Version zeigen, dass die Optimierungsoptionen („kürzeste Strecke“, „Fahrradnetz bevorzugen“ und „Themenrouten bevorzugen“) in Kombination mit "Steigungen vermeiden" aber noch immer teils skurrile Routen ausarbeitet.
Beispiel: Fulda Bahnhof – Hummelskopf: Der alte Planer ermittelt bei eine Strecke von 6,6 km und 172 hm, der neue von 9 km und 172 hm. Ortskenner würden die erste Strecke bevorzugen. Auch die Einstellung „kürzeste Route“ hält nicht immer, was sie verspricht. Genaueres siehe Übersicht:
Fulda Bahnhof – Hummelskopf
1. Test: Steigungen vermeiden, kürzeste Route
alter Planer: 6,6 km, 172 hm
neuer Planer: 9,0 km, 173 hm
2. Test: Steigungen vermeiden, Fahrradnetz
alter Planer: 7,8 km, 212 hm
neuer Planer: 7,9 km, 192 hm
3. Test: Steigungen unabhängig, kürzeste Route
alter Planer: 6,4 km, 181 hm
neuer Planer: 6,6 km, 204 hm
4. Test: Steigungen unabhängig, Fahrradnetz
alter Planer: 7,8 km, 212 hm
neuer Planer: 7,8 km, 218 hm

Offenbar hat der neue Planer bei der Option kürzeste Route Schwächen, was möglicherweise am Kartenwerk liegt.
Wir wünschen uns, dass den Nutzern eine Möglichkeit gegeben wird, Fehlern und Verbesserungen melden zu können.
Uns fiel auf, dass die Option „Treppen vermeiden“ nicht hilft, wenn Treppen in der Karte nicht bekannt sind. So werden Radler zum Tragen des mitunter schweren Pedelecs gedrängt – so geschehen in Fulda im Haimbachtal, derzeit Teil einer Umleitung. Haben sich hier die Verantwortlichen von Hessen-Mobil auf den neuen Radroutenplaner verlassen?
Noch ein Tipp zur Bedienung: Wenn Zwischenpunkte falsch gesetzt worden sind, muss man diese im linken Menü „Routenplaner“ aus der Tabelle löschen. Das Entfernen über die rechte Maustaste ist nicht mehr möglich. Vorteil des neuen Planers: Die Angabe von vielen Zwischenpunkten ist weniger limitiert. War beim alten Planer nach 19 Punkten Schluss, sind neuerdings mehr Punkte möglich. Allerdings rechnet der neue Planer langsamer als der alte. Und je mehr Punkte man setzt desto langsamer wird das System. Also Geduld – oder Kaffee trinken gehen!
(Und für die Rhön bleibt im Falle des Falles ja noch der Radroutenplaner.Thueringen.de )



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