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18.04.2018 erstellt von: Johannes Steinhauser


Feuer, Feuer, es brennt! (Rückblick - 15.04.)

Bei unseren ADFC-Touren sind wir immer wieder bemüht, nicht nur Touren durch die herrliche hessische Landschaft anzubieten, sondern ein Augenmerk auch auf die Kultur in dem jeweiligen Landstrich zu legen. Daher kennt man eher die kulturellen Einrichtungen um Fulda herum als in Fulda selbst. So stand diesmal eine Besichtigung mit Führung durch das deutsche Feuerwehrmuseum auf dem Programm.
Zuvor bot unsere Steffi eine Fahrradtour durch Fuldas westliche Stadtteile an. Vom Fuldaer Bahnhof ging es durch die Innenstadt am Haimbach nach Haimbach. Über Rodges, Besges, Ober-, Mittel- und Niederrode sollte es nach Harmerz gehen. Hier hatte Steffi aber noch eine Überraschung für uns parat: einen Abstecher zum Zeller Loch. Und wie sich vor Ort herausstellte, ist auch das Zeller Loch den Fuldaern weitgehend unbekannt.


Das über 8500 m2 große Niedermoor am westlichen Rand des Fuldaer Stadtteils Zell gehört mit seinen über 120 Arten von Blütenpflanzen zum Fauna-Flora-Habitat. Das Moor entstand durch Auslaugung der im Untergrund lagernden Zechsteinsalze vor ca. 25 Millionen Jahren. Durch einen Erdfall bildete sich eine kesselförmige Senke, die sich mit Wasser füllte. Hier findet man u.a. verschiedene Seerosenarten, eine Vielzahl bisher im Fuldaer Land unbekannter Algenarten, im Sumpfbereich eine große Anzahl diverser besonderer Gräserarten, im Moorbereich rundblättrigen Sonnentau und auch Heidekrautgewächse wie Heidelbeere, Moosbeere und Besenheide. Was für ein Kleinod inmitten intensiv genutzter Landwirtschaft!
Wir konnten leider nicht lange bleiben, da wir ja noch ins Museum wollten.
Über Harmerz und Johannesberg erreichten wir die Fuldaaue und dann auch das Feuerwehrmuseum.
Die Ausstellung begann mit einer spannenden Zeitreise des Feuers. Vor ca. 400000 Jahren entdeckte der damalige „homo erectus“ das Feuer und nutzte seine positiven Eigenschaften wie Wärme und bessere Genießbarkeit z. B. von Fleisch durch Braten. Sehr schnell bemerkte er, was das Feuer aber auch für Schäden anrichten konnte. Im Mittelalter wurden erste Brandschutzmaßnahmen eingeleitet. Ein voller Löschwassereimer wurde in einer Menschenschlange weitergegeben. Da verwundert es nicht, dass bei einem Stadtbrand ganze Stadtteile in Flammen aufgingen! Ein großer Fortschritt waren dann schon die ersten tragbaren, mobilen Handdruckspritzen. Eine große Erleichterung brachte hier die Motorisierung. Daneben faszinierte uns natürlich auch die Geschichte der Uniformierung und Ausrüstung eines Feuerwehrmannes. Ein sehr empfehlenswertes Museum!
Zum krönenden Abschluss der Führung durften wir sogar eine Handdruckspritze am museumseigenen Löschteich ausprobieren. Eine wirklich kräftezehrende Aktion!
Im Anschluss klang dieser herrliche Nachmittag noch bei einer leckeren Einkehr im Biergarten der Wiesenmühle aus.
Die, liebe Steffi, ganz vielen Dank für diese herrliche Kulturtour!
J. Steinhauser


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