Breitbild Abendsonne am Florenberg
22.06.2017 erstellt von: Wolf-Ulrich Schlösser


Zu den offenen Gärten Thüringens (Rückblick vom 18.6.2017)

GärtenThüringens - Blumen am Rad

Um bei dieser Tour mit zu radeln musste man früh aufstehen. Wir trafen uns 8:00 Uhr, denn ein weiter Weg mit dem Cantus lag vor uns. Er brachte uns mit Umstieg über Bebra nach Herleshausen, dem letzten Ort Hessens an der Eisenbahn durchs Werratal, die nur noch in Teilen in Betrieb ist. Zwei Mitfahrer erwarteten uns am Bahnhof, sodass wir mit 13 Personen entlang einer wunderschönen Lindenallee zur Werra rollten, die mitten im Fluss kurz vor Lauchröden 28 Jahre lang eine unüberwindbare Grenze bildete. Die Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer nach der Grenzöffnung 1989 zuerst aus Holz, später aus Stein auf den alten Pfeilern wieder neu errichtet worden.


GärtenThüringens - Gruppenbild in Neustädt

Oberhalb des Ortes thront die Ruine Brandenburg, eigentlich ein Doppelburg, deren Besuch sich aber auch wegen der schönen Aussicht auf die in Schleifen fließende Werra lohnt – vielleicht ein andermal.
In Lauchröden warteten wir auf die Radlergruppe, die um 9:00 Uhr in Eisenach gestartet war und mit der wir gemeinsam auf Tour gehen wollten. Am „Dorfkonsum“ bot sich das erste Mal Gelegenheit für Kaffee und Kuchen und ehe wir uns versahen war die Gruppe von acht Thüringern da.
Unter Leitung von Christoph Meiners startete nun unsere gemeinsame Tour auf Straßen und Wegen entlang des Werratalradwegs in Richtung Dippach. Wir machten Rast am Wehr in Saalmannshausen und am Ortseingang in Berka.
In Dippach stand der Besuch des ersten Gartens, eines japanischen Gartens der Familie Mey auf dem Programm. Wir machten eine einstündige Pause mit Besichtigung des fein herausgeputzten Gartens und genossen Thüringer Bratwurst oder Rostbrätl und Kaffee und hausgemachtem Kuchen.
Bis Gerstungen nutzten wir den gleichen Weg, den wir auch schon auf der Hinfahrt genommen hatten, fuhren dann aber an Markt, Schloss und Kirche vorbei und besuchten den Bauerngarten von Familie Trümper. Dieser Garten lud in lauschigen Sitzecken zum Ausspannen und Plauschen bei Kuchen und Kaffee ein. Einige von uns kauften Pflanzen oder Lose bei einer Tombola unter dem Motto „Jedes Los gewinnt“ und nahmen so kleine Souvenirs in Empfang. Wir konnten Fischen, Hühnern, Wasserläufen oder Windspielen zusehen, Sinnsprüche verleiteten zum philosophieren. Eigentlich war die einstündige Pause zu kurz zumal das sommerliche Wetter im schattigen Garten viel besser zu genießen war. Wieder an den Rädern entschieden wir aus Fulda uns, doch gemeinsam weitere 10 km bis Herleshausen zurück zu fahren und Christoph führte die Gruppe entlang der Straße über Neustädt, Wommen nach Herleshausen.
Leider gab es kurz vor Wommen einen Sturz, in den zwei unserer Mitfahrer verwickelt waren und beim dem sie sich beide Beteiligte Schürfwunden zuzogen. Nach einem Innehalten und dem Verarzten konnten wir aber die Fahrt fortsetzen. Wir erreichten rechtzeitig Herleshausen und konnten den Zug um ½ 5 Uhr nehmen und hatten auch Glück In den Zügen war noch ausreichend Platz für uns und unserer Räder denn auch Andere hatten das verlängerte Wochenende für Ausflüge genutzt. Und auch der Umstieg in Bebra klappte dank der dort neu installierten Aufzüge zwischen Tunnel und Bahnsteig gut.
Eine Tour, die so oder ähnlich auch im nächsten Jahr stattfinden sollte – möglicherweise auch mal zu Gärten in die Nähe von Eisenach – das stellte wir am Ziel übereinstimmend fest. Dank an Christoph Meiners vom ADFC Wartburgkreis für die schöne Tour!




Bildergalerie

GärtenThüringens - Bauerngarten in GerstungenGärtenThüringens - Pause am WehrGärtenThüringens - Japanischer Garten in Dippach

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