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24.07.2019 erstellt von: Wolf-Ulrich Schlösser


Man spürte die Freude, Schönheiten der Heimat Anderen zu zeigen... (Tourrückblick Landeck)

Mansbach Gruppenbild

Am 22. Juli konnten 20 Radfahrer bei schönen Fahrradwetter mit klarer Sicht eine interessante Radtour mit Rudi Pappert erleben. Er hatte uns eingeladen, mit dem Fahrrad von Hünfeld aus das Kegelspiel bis zur Ulster und anschließend das Landecker und Schenklengsfelder Land zu erkunden. Zuerst ging es im Tal der Hasel bis zur Mündung des Röderbachs, wo in der Herbertsdelle eine Gedenktafel an den Mord an Hans Plüschke erinnert und Rudi uns diese Historie nahebrachte.


Wölf mit Burg Fürsteneck

Weiter ging<39>s bis zum Fuß des Stallbergs wo wir zwischen Appels- und Stallberg die erste Höhe passierten und dann rollten wir nach Rasdorf. Das Dorf an der Via Regia mit dem großen Anger, wo früher die Pferde gewechselt wurden und Reisende einkehrten, ist bekannt für die historische Kirche aus der bei unserer Ankunft die sonntäglichen Gottesdienstbesucher strömten. Wir waren augenscheinlich zu spät, konnten aber die Zeit der Rast für einen Blick hinein nutzen. In dem für seinen Karneval bekannten Grüsselbach umrundeten wir die Dorfaue und machten Halt am mit Hackschnitzeln und Biogas befeuerten Heizkraftwerk, das Viele im Dorf mit Wärme versorgt. Weiter entlang des Grüsselbachs rollten wir dann über die Grenze nach Thüringen, an die heute nur noch Gedenksteine erinnern ins Ulstertal nach Wenigentaft. Der hier einst vorhandene steilste Postenweg der DDR-Grenztruppen ist kaum noch zu sehen und der grenznahe Wenigentafter Friedhof kann heute von allen besucht werden.
Von Wenigentaft nach Mansbach führt seit kurzem auf hessischen Gebiet ein neuer asphaltierter Fahrradweg bergauf nach Mansbach. Den nutzten wir, um das überraschend geschichtsträchtige Dorf mit drei erhaltenen Schlössern zu erreichen. Zuerst führte uns Rudi in die älteste osthessische barocke Dorfkirche mit einem spätgotischem Sterngewölbe. Er wusste wie die Beleuchtung anzuschalten ist und das Gewölbe erstrahlte regelrecht. Die zweietagigen Emporen und der Aufstieg auf die Empore auf der vierten Ebene über dem Altar gewährte interessante Blicke nach unten. Anschließend wanderten wir durchs Dorf und besuchten die drei Schlösser: Das gelbe Geyso-Schloss, das Schloss mit der Sonnenuhr und das blaue Schloss, die sehr nahe beieinander stehen. Eine bronzenes Pferd erinnert an die Geschichte des in Mansbach einmal vorhandene Gestüts und Remonteamts.
Vom Mansbachtal ging es bergauf und bergab ins Tal des Breizbachs und zum Feriendorf Hohenroda, wo wir uns eine nächste Pause beim Angelverein redlich verdient hatten. Wir nutzten dessen Getränkevorräte und genossen die Rast und die Ruhe am Ufer des Teichs unter Sonnenschirm und Kirschenbaum. Denn der nächste Hügel nach Ransbach wartete auf uns. Entlang der langsam zuwachsenden ehemaligen Eisenbahnstrecke der Hersfelder Kreisbahn erreichten wir das versprochene Café „Miteinander“ auf dem Generationenhof in Oberlengsfeld, das von Ehrenamtlichen bewirtschaftet wird und leckere Kuchen, Torten, Kaffee und alkoholfreie Getränke feilbot. Wir bewunderten die liebevoll rekonstruierte Festscheune. Im Ortszentrum vom sich nahtlos anschließenden Schenklengsfeld machten wir einen Stopp an der tausendjährigen Linde, dem vielleicht ältesten Baum Deutschlands, die wie alte Menschen auch schon gestützt werden muss und Rudi zeigte uns den Weinberg und das im Aufbau befindliche Backhaus.
Von Schenklengsfeld aus mussten wir wieder auf und ab fahren, um über Landershausen, Wölf (mit der stolz auf dem Berg thronender Burg Fürsteneck), Reckrod, Arzell und Leimbach den Kegelspielradweg auf der ehemaligen Trasse der Eisenbahn Hünfeld–Wenigentaft zu erreichen. Von da ab rollte es (fast) nur noch von selbst. Wir stoppten lediglich am Klausmarbacher Viadukt und beschlossen, die Fahrradtour an der Bimbel, dem Eisenbahnwaggon mit Ausschank in Burghaun zu beschließen und von dort mit der Regionalbahn nach Fulda zurückzufahren. So blieb noch Zeit für ein Radler oder eine andere Erfrischung und einen Plausch. Knapp 64 erlebnisreiche Kilometer mit vielen Erläuterungen und Eindrücken lagen hinter uns. Ohne die Ortskunde unseres Tourenleiters wären wir an vielen Höhepunkten vorbeigesaust. Dankeschön!




Bildergalerie

Schenklengsfeld Cafe MiteieinanderGedenktafel Hans PlüschkeGrüsselbach HeizkraftwerkBlick aufs Land der weißen Berge von MansbachMansbach Blaues Schloss
Mansbach Gelbes oder Geyso-SchlossMansbach Kirche (Gruppe)Mansbach Kirche AltarraumMansbach Kirche DeckeMansbach Kirche Innenraum
Mansbach PferdRasdorf AngerSchenklengsfeld 1000jährige LindeWenigentaft Taft und Kirche

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