Breitbild Abendsonne am Florenberg
29.06.2017 erstellt von: Johannes Steinhauser


Tälerfahrt: Vom Fulda- ins Werratal (Rückblick - 11.06.2017)

Schon einige Male ist der ADFC Fulda durch das südliche Solztal geradelt, dessen gleichnamiges Flüsschen in Bad Hersfeld in die Fulda mündet. Aber unweit davon entfernt gibt es noch ein nördliches Solztal, das bei Bebra in die Fulda mündet.
Daher war es auch nicht verwunderlich, dass am vergangenen Sonntag eine große Schar von insgesamt 26 Teilnehmern mit dem Cantus nach Bebra fuhr. Über Gilfershausen im idyllischen Solztal wurde in Imshausen das beeindruckende Herrenhaus derer zu Trott angesteuert.


Hier verlebten die Eltern von Adam von Trott (1909-1944) ihren Lebensabend. Adam von Trott war einer der Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und wurde nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler in Plötzensee hingerichtet. Nur wenige Kilometer weiter bergan liegt die Ortschaft Solz. Hier hielten wir im Schlosshof, dem ehemaligen Sitz derer von Trott zu Solz. Diese bauten jedoch im 17.Jahrhundert oberhalb des Schlosses ein vornehmes dreiflügeliges Herrenhaus und in das Schloss zog die Adelsfamilie von Verschuer.
Nachdem wir die letzten Höhenmeter des Solztales mit Rückenwind bei herrlichstem warmen Wetter genommen hatten, breitete sich vor uns ein grandioses Panorama aus. Über rasante Abfahrten erreichten wir unser Mittagsziel, das ehemalige Benediktinerinnenkloster Cornberg, wo wir im Innenhof im Schatten herrlich speisen konnten. Anschließend brachte uns Frau Simon vom Kulturverein in einem spannenden Vortrag die Geschichte der Stadt Cornberg, des ehemaligen Benediktinerinnenklosters, des Sandsteinabbaus und des Sandsteinmuseums näher, das wir auch noch kurz anschauen durften. Leider reichte die Zeit für eine intensive Besichtigung dieses lohnenswerten Museums nicht! Von Cornberg führte uns die Tour durch das Sontratal in die Berg- und Hänselstadt Sontra. Bergstadt, da jahrhundertelang Kupferschiefer abgebaut wurde und Hänselstadt, da sie Mitglied in der Hanse war. Beeindruckend waren hier das alte Rathaus und die alten, restaurierten Fachwerkhäuser. Weiter im flachen Sontratal erreichten wir über Wichmannhausen und Hoheneichen die Ortschaft Wehretal, die von der Wehre durchflossen wird. Jetzt mussten wir noch einmal kräftig in die Pedale treten, um das Wehretal wieder zu verlassen! Hoch oben zwischen dem Wehre- und Werratal wurden wir aber mit einer herrlichen Rundumsicht – selbst der Hohe Meißner war zum Greifen nahe – belohnt. Hier konnten wir auch schon unten im Tale unser Ziel, die Fachwerkstadt Eschwege liegen sehen. In rasanter Fahrt erreichten wir unser Ziel und hatten vor der Rückfahrt mit dem Cantus sogar noch Zeit für ein leckeres Eis!
Ein rundum gelungener Sommersonntag!
J. Steinhauser


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